Plastik ist nicht fantastisch. Die nachhaltige Alternative Leitungswasser.

  • 15 September 2017
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Müllberge aus Plastikflaschen ©aryfahmed - AdobeStock
Viel Wasser trinken ist super – vor allem im Sommer. Es gibt nur ein Problem: Die Plastik-Flasche. In Deutschland werden jährlich 11.5 Milliarden abgefülltes Wasser getrunken – genug, um das Berliner Olympiastadion 9-mal zu füllen. Beim Pro-Kopf-Konsum liegen wir mit 142 Litern weltweit nach Mexiko, Thailand und Italien an 4. Stelle. Eine große Gefahr für unsere Umwelt.

Trinkwasserkontrolle: Leitungswasser und abgefülltes Wasser

In Deutschland haben wir das Glück, dass wir nahezu ausnahmslos ohne Bedenken unser Wasser aus dem Hahn trinken können. Das Trinkwasser ist gut und lecker, was in anderen Ländern leider nicht immer der Fall ist. Ohne guten Grund, geben wir Geld für Wasser aus – wobei es allerlei gute Gründe gibt, den Konsum von abgefülltem Wasser einzustellen. Hersteller lassen uns glauben, dass ihr Wasser gesünder sei. In Deutschland wird Leitungswasser jedoch strenger kontrolliert als abgefülltes Wasser und ist damit qualitativ hochwertiger. Die Kontrolle findet in dem Moment statt, wenn das Wasser aus dem Hahn ins Glas fließt. Bei abgefülltem Wasser hingegen bevor es in die Flasche gefüllt wird. Somit werden alle Schadstoffe, die durch die Verpackung ins Wasser gelangen, bei der Qualitätsüberprüfung nicht berücksichtigt. Die Werbung von abgefülltem Wasser vermittelt zudem, dass das Wasser besser schmecken würde. Blindtest haben aber wieder und wieder ergeben, dass Menschen den Unterschied zwischen Flaschenwasser und Hahnwasser nicht schmecken.

Leitungswasser ist günstiger

Ein weiterer Grund, der gegen abgefülltes Wasser spricht, ist der Preis: Während wir für Wasser aus Flaschen im Durchschnitt 50ct pro Liter zahlen, kostet uns 1 Liter Leitungswasser nur 0,2ct. Abgefülltes Wasser ist somit bis zu 250-mal teuer als Leitungswasser. Das Portmonee würde sich freuen. Am meisten wohl aber unsere Umwelt. Plastikflaschen sind umweltschädlich – wirklich umweltschädlich. Die Produktion von Plastikflaschen basiert auf Erdöl. Für eine 1l-Flasche werden 100ml Erdöl benötigt. Der jährliche Wasserkonsum Amerikas könnte somit 1 Million Autos für 12 Monate fahren lasse. Bis die Flaschen im heimischen Supermarkt in den Regalen oder auf dem Esstisch stehen, legen sie dazu auch noch enorme Strecke zurück. Und was passiert eigentlich mit den Plastikflaschen, wenn sie einmal getrunken sind? Weltweit werden jede Minute 1 Millionen Plastikflaschenflaschen gekauft.

Sag NEE! zu PET

In Deutschland nutzen wir täglich 32 Millionen Flaschen. Glücklicherweise wird Plastikmüll in Deutschland kaum noch auf Mülldeponien oder in Verbrennungsanlagen entsorgt. Recycling ist die beliebteste, aber auch nicht perfekte Option: Zwar werden 93% der PET-Flaschen bereits recycled, jedoch werden nur 25% dieser Flaschen zu neuen Flaschen. Die Mehrheit wird zu minderwertigen Kunststoffen verarbeitet, die letztlich nicht recycled werden können. Und trotz Entsorgungs- und Recyclingoptionen, landen immer noch zahlreiche Flaschen in der Natur, wo sie einen extremen Schaden anrichten.

Lassen wir uns von Herstellern an der Nase herumführen? Sind Verbraucher verunsichert und gehen davon aus, dass abgefülltes Wasser automatisches hochwertiger ist? Es ist ganz einfach, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Schauen Sie sich diese neue Infografik an und sagen auch Sie: Nein zu Plastikflaschen!

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