7 Tipps für einen nachhaltigeren digitalen Fußabdruck

  • 03 Februar 2021
  • Umweltschutz
  • Corona

Na, hat deine Screen Time dank Corona auch in nie da gewesene Ausmaße erreicht?

Egal, ob Home-Office, digitales Klassenzimmer, Online-Shopping, Lieferdienste oder den Kontakt mit den Liebsten halten – all das findet im Moment (gezwungenermaßen) zu einem Großteil online statt. Doch was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Tatsächlich eine ganze Menge!

Laut Daten des Öko-Instituts fallen allein durch Informationstechnik bereits 0,85 Tonnen CO2 pro Person/ Jahr in Deutschland an. Diese Zahl ist unter anderem auf den Stromverbrauch bei Onlinenutzung, der Herstellung und Entsorgung unserer digitalen Endgeräte sowie der Übertragung und Online-Speicherung unserer Daten, die eine enorme Infrastruktur aus Rechenzentren voraussetzt, zurückzuführen.[1] [2] Zum Vergleich: In einem klimaverträglichen Maß dürfte jeder von uns nur zwei Tonnen C02 Emissionen insgesamt verursachen.

Öko-Institut https://blog.oeko.de/digitaler-co2-fussabdruck/

Anders ausgedrückt, jede Google Anfrage, jeder Netflix-Marathon und jedes neue iPhone tragen dazu bei, deinen ökologischen und digitalen Fußabdruck zu vergrößern – in den allermeisten Fällen über ein klimaverträgliches Maß hinaus. Natürlich möchten wir an dieser Stelle von Niemanden verlangen allen Vorzügen der Digitalisierung abzuschwören, um das Klima zu retten. Jedoch gibt es einfache Mittel, um die negativen Auswirkungen zumindest ein bisschen abzumindern. Hier sind unsere 7 Tipps für einen etwas kleineren digitalen Fußabdruck!

1. Wechsle zu einem Ökostromanbieter

Smartphone, Tablet und Laptop funktionieren nur, wenn sie regelmäßig ans Ladekabel angeschlossen werden – das lässt sich natürlich nicht ändern. Du kannst jedoch von einem klassischen Stromanbieter zu einem Ökostromanbieter wechseln und so einfach dafür sorgen, dass die Auswirkungen der Nutzung deiner digitalen Geräte weniger gravierend sind. Mit der Wahl eines Öko-Stromanbieters förderst du erneuerbare Energien, zeigst deine Unterstützung für die Energiewende und tust der Umwelt mit dem Verzicht auf fossile Brennstoffe etwas Gutes.[3]

2. Versuche es mal mit einer nachhaltigen Suchmaschine!​

Wie heißt es so schön, Google ist dein Freund? Schließe doch eine neue Freundschaft mit einer nachhaltigeren Alternative! Unser Vorschlag hier ist zum Beispiel die Suchmaschine Ecosia – hier pflanzt du mit jeder Anfrage Bäume, die wiederrum gut für unser Klima sind. Auch DuckDuckGo wäre eine Alternative, die bekannt dafür ist die Privatsphäre und Sicherheit der Daten ihrer NutzerInnen genauer zu nehmen, als es der große Marktführer tut.

3. Mehr Wertschätzung für Laptop, Handy und Co.!

Hinter der Produktion deiner digitalen Endgeräte stehen oftmals fragwürdige Arbeitsbedingungen, Verursachung von Umweltschäden beim Abbau seltener Erden, ganz zu schweigen vom hohen Energiebedarf sowie Problemen bei der Entsorgung und des Recyclings von ausgedienten Geräten.[4] Also was tun? Möglichst lange Nutzung deiner Geräte, Weitergeben der Altgeräte, fachgerechtes Recycling – Und: Es muss nicht immer neu sein. Kauf doch ein generalüberholtes gebrauchtes Handy! Und zu guter Letzt: Kennst du schon das Shiftphone oder Fairphone?

4. Hinterfrage deinen Online-Shopping Konsum!

Mit einem Klick kannst du inzwischen alles, was du brauchst online kaufen. Das ist praktisch – aber nicht unbedingt nachhaltig! Wenn neue Kleidung benötigt wird, achte auf nachhaltige Kriterien bei der Auswahl. Alternativ gibt es auch online die Möglichkeit nach Second-Hand Ware zu suchen. Für die Bestellung der neuesten Abendlektüre gibt es Alternativen zum Versandriesen. Besonders in der jetzigen Zeit wollen wir auch nochmal darauf hinweisen, dass viele, im Moment geschlossene, Geschäfte inzwischen auch online vertreten sind. Recherchiert doch mal, welche Möglichkeiten der Buchhandel oder Geschenkeladen um die Ecke inzwischen bieten – vielleicht werdet ihr dort fündig und unterstützt damit auch gleich noch den lokalen Einzelhandel.

5. Essenslieferung geht auch nachhaltiger!

Schön ins Restaurant gehen ist gerade nicht – also mal schnell online bestellen und eine Weile später steht euer Sushi vor der Tür? Statt beim inzwischen einzigen großen Lieferdienst zu bestellen, fragt bei eurem Lieblingsrestaurant nach! Viele Restaurants haben jetzt die Möglichkeit unabhängig zu liefern. Wenn nicht, wie wäre es mit einem Abendspaziergang und selbst dort abholen? Das unterstützt die lokale Gastrobranche und ist besser für die Umwelt! Apropos Essen online bestellen – auch regionales, saisonales Gemüse und Obst könnt ihr euch zum Beispiel liefern lassen. Weitere Ideen: Kauft gerettete Lebensmittel oder sucht nach einer lokalen Gemüsekiste!

6. Binge Watching der anderen Art!

Einen nachhaltigen Streaming Dienst haben wir leider nicht gefunden … unser Vorschlag ist deshalb: Wenn schon Streaming bei konventionellen Anbietern, ändere doch, was du konsumierst. Auf Netflix, Amazon Prime und so weiter finden sich beinahe unendlich viele Filme und Serien zu Themen wie Nachhaltigkeit, Minimalismus, Veganismus oder dem Klimawandel und dessen Folgen. Vielleicht findest du dadurch Anregungen, wie du auch in anderen Bereichen abseits deines digitalen Lebens für eine bessere Ökobilanz sorgen kannst! Unsere Empfehlungen: Cowspiracy, more than honey, The True Cost, Before the Flood, Minimalism, How To Change The World, Gabel statt Skalpell und Chasing Coral!

7. Nutze deine Internetzeit für dich!

Yoga Stunde über Zoom, Power Workout auf YouTube, Meditationspodcasts – nur einige Beispiele, was sich ins Digitale verlagert hat. Auch etliche Bildungsangebote oder Dinge, wie Kochkurse, Events oder Konzerte sind inzwischen im virtuellen Raum zu finden. Was wir damit meinen, ist eigentlich ganz einfach: Wenn du schon einen großen Teil deiner Zeit online bist, tu dir dabei einfach selbst etwas Gutes – sei es zur Entspannung, Ablenkung oder Weiterbildung. Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt förderlich für die Reduzierung deines digitalen Fußabdrucks, aber überbrückt zumindest die Zeit, bis wir all das wieder im Reallife erleben dürfen – und dann vielleicht auch wieder ein bisschen weniger Zeit online verbringen werden 😊

Unsere Quellen

[1] https://blog.oeko.de/digitaler-co2-fussabdruck/

[2] https://reset.org/knowledge/der-digitale-fussabdruck

[3] https://energiesparblog.org/warum-oekostrom/

[4] https://www.handysfuerdieumwelt.de/business-template/warum-abgeben/

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